Geldschöpfung in öffentlicher Hand

Unser heutiges Geld- und Bankensystem beruht immer noch auf dem 500 Jahre alten fraktionalen Reservesystem, das für Metallgeld konzipiert wurde. Heute ermöglichen die moderneren Informations- und Kommunikationstechnologien neue Zahlenpraktiken und den immer schnelleren Umlauf von Geld, das eigentlich nur eine Forderung auf Geld darstellt und physisch gar nicht mehr existiert. Der Kreditmechanismus zur Schöpfung von unbarem Geld, das eigentlich nur eine Forderung auf Geld darstellt und physisch gar nicht mehr existiert. Der Kreditmechanismus zur Schöpfung von unbarem Geld durch die Geschäftsbanken kann zu bedeutenden Extragewinnen, aber auch zu gefährlichen Schieflagen der Geschäftsbanken führen, die weit über den Banksektor hinauswirken und die gesamte Gesellschaft bedrohen.

Joseph Huber1 und James Robertson2 haben sich in ihrer beruflichen Laufbahn lange und intensiv mit dem Geldwesen beschäftigt. Sie greifen in diesem Buch die Ideen früherer Geldtheoretiker auf, erkennen aber auch deren Schwächen. So entstand ein eigenständiger, zeitgemässer, in sich stimmiger und gut realisierbarer Modernisierungsvorschlag für unser Geldwesen.

Bezugsquelle

Joseph Huber, James Robertson, «Geldschöpfung in öffentlicher Hand», Gauke GmbH, Kiel, 2008, ISBN 978-3-87998-454-1.


Fussnoten

1

Prof. Joseph Huber, Dozent für Wirtschafts- und Umweltsoziologie, Martin-Luther-Universität, Halle a.d.S.

 

2

James Robertson, 1965–1973 Direktor eines Forschungsinstituts der britischen Banken.