Ems verkauft Kraftwerke

Gemäss einer Meldung im Tages-Anzeiger vom 12. September 2002 war die Electricité de France im Ausland massiv auf Einkaufstour von Kraftwerken. In der Schweiz schien vor der Abstimmung zum Elektrizitätsmarktgesetz (EMG) der Moment hierfür günstig zu sein. Aber, oha lätz, mit dem Nein zum EMG konnte dem Ausverkauf unserer Kraftwerke durch Stromgiganten und den damit verbundenen Übernahmeofferten und höheren Stromkosten durch Preistreiberei sowie einer unsicheren Versorgung ein Riegel vorgeschoben werden. Der Mehrheit des Volkes, die einmal nicht dem Bundesrat gefolgt ist, sei Dank. Auch Christoph Blocher hatte das EMG zur Annahme empfohlen! Einer Meldung der Basler Zeitung vom 26.9.02 zufolge, nur vier Tage nach der Abstimmung, «stösst seine Ems-Gruppe den Energiebereich zu einem nicht genannten Preis ab und verkauft fünf Wasserkraftwerke in Graubünden an die Nordostschweizerischen Kraftwerke.» Nach dem Nein zum EMG scheinen diese Immobilien nicht mehr interessant zu sein.