Geld verdienen mit der Aufrüstungsmaschine

Wie kurz vor der Abstimmung zu den Militärgesetzvorlagen am 10. Juni 2001 verschiedene Zeitungen berichteten, hat die Schweizer Grossbank UBS durch ihren Verwaltungsratspräsident Marcel Ospel an ein Pro-Komitee (für friedensunterstützende Einsätze der Schweizer Armee im Ausland) eine Spende von 100’000 Franken überwiesen. Dies machte Komitee-Präsidentin Barbara Haering in einer Offenlegung bekannt. Damit wird klar, dass die UBS am lukrativen Geschäft einer «30 Milliarden teuren Aufrüstungsmaschine» (Weltwoche 10.5.2001) interessiert ist. Sie erweckt damit den Verdacht, an Kriegen Geld verdienen zu wollen. Ihr Zusammenschluss mit der US-Bank Warburg Dillon Read ist ein weiteres Indiz dafür. Carroll Quigley hat über «internationale Bankiers» wie die Warburgs ein vernichtendes Urteil gefällt (vgl. unser Beitrag auf der Titelseite dieser Ausgabe). Wir fragen uns, ob die Kunden der UBS mit diesem Banksponsoring, das sie über Spesen und Gebühren bezahlen müssen, einverstanden sind. Andernfalls müsste man ihnen nahelegen, eine Bank ihres Vertrauens zu suchen. Bankkonten ohne feste Dauer können jederzeit gekündigt werden.