Editorial
Sensationeller Erfolg: Das Referendum gegen die bilateralen Verträge ist mit 66’700 Unterschriften zustande gekommen – ohne die „Grünen“ und Verkehrs-Club der Schweiz (VCS), die sich 1994 für die Alpenschutzinitiative so sehr verdient gemacht hatten. Und ohne die „Patrioten“ vom Dienst, AUNS, SVP und „Schweizerzeit“. Bei ihren Chefs hagelt es Proteste und Kündigungen, weil sich die breite Basis ihrer Anhänger im Stich gelassen fühlt.
Zehn Organisationen haben beim Unterschriftensammeln geholfen (beachten Sie den Kasten auf Seite 2). Den tapferen Frauen und Männern dieser Komitees, die trotz Kälte und Nässe und auch während der Weihnachtszeit unverdrossen und zuversichtlich Unterschriften gesammelt haben, ist das zu verdanken, was die „Classe politique“ und der Wirtschaftsverband fürchteten, aber niemand erwartet hatte. RECHT+FREIHEIT dankt allen diesen Leuten ganz herzlich. Am bequemsten hatten wir es vom Presseclub Schweiz. 3542 gültige Unterschriften sind bei uns auf dem Korrespondenzweg von Abonnenten eingetroffen. Dabei hatten wir für Strassensammlungen nichts organisiert! Wir danken allen, die zum gemeinsamen grossen Erfolg beigetragen haben. Welche Blamage für die Schweizer Pseudopatrioten!
Die EU-Fanatiker haben schon zum voraus angekündigt, dass wir die Sanktionen gegen die Österreicher Rechts-rechts-Koalition Haider/Schüssel bei unserer Abstimmpropaganda „ausschlachten“ würden. Die bilateralen Verträge bringen der Schweiz aber so viele Nachteile, dass wir das EU-Gebrüll gar nicht ausschlachten müssen. Wir wären aber unklug, wenn wir nicht die nötigen Schlüsse aus dem totalitären Verhalten der EU ziehen würden. An dieser Stelle nur soviel: Keine bilateralen Verträge mit der demokratie-feindlichen und korrupten EU, denn sie bedeuten de facto den EU-Beitritt.
Ernst Indlekofer